Jules* Elting (keine Pronomen/Jules*), in Hamburg geboren, ist Schauspieler*in und Filmemacher*in. Nach dem Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig sowie Engagements in Weimar und Hildesheim folgten zehn Jahre der schauspielerischen Arbeit in Brasilien. Jules* künstlerische Arbeit bewegt sich zwischen Bühne, Film und Fernsehen – meistens in internationalem Kontext.
Im Kino spielte Jules* in über zwanzig internationalen Langfilmen mit, die weltweit auf Festivals ausgezeichnet wurden. Im deutschen Fernsehen war dey zuletzt im Berliner Tatort Vier Leben und der queeren NDR-Serie Brüt zu sehen. Auf der Bühne spielte Jules* zuletzt im Monolog Roaring, der in der Schweiz uraufgeführt wurde und eine historische trans Person wiederentdeckt. Die Produktion auf Englisch und Deutsch war für das Schweizer Theatertreffen nominiert.
Jules* wurde 2019 als Berlinale Talent ausgewählt und war 2021 Teil von ActOut. Neun Jahre lang war Jules* festes Ensemblemitglied des Teatro Oficina in São Paulo. Im Sommer 2025 drehte Jules* den ersten eigenen Langfilm, eine Kino-Dokumentarproduktion über trans Aktivist*innen in New York City: in the legacy of Marsha P. Johnson. Demnächst ist dey außerdem in einer Kinoproduktion über Siri Hustvedt (Arte und Kino) in Deutschland zu sehen.
Für trans-aktivistisches Engagement wurde Jules* 2022 von Proud At Work auf Platz 5 der Liste der 100 Medien Kultur & Kunst Schaffenden gewählt und war 2024 als Newcomer of the Year des brasilianischen Filmkritiker*innen-Verbands nominiert.