Yuri Colossale

(c) Sandra Then

Yuri Colossale wurde in São Paulo (Brasilien) geboren, wo er am Musikkonservatorium Eszterházy Querflöte lernte und seine erste musikalische Ausbildung erhielt.

Nach einem kurzen Umweg über ein abgebrochenes Jurastudium entschied er sich, sich der Opernwelt zu widmen. 2015 begann er sein Bachelorstudium im Fach Operngesang am Kunstinstitut der Landesuniversität São Paulo (IA-UNESP). Ab 2017 war Yuri Mitglied des Opernstudios der Universität, wo er zusätzlich Opernregie als Nebenfach studierte und praktische Erfahrungen sammelte.

Nach seinem Studium arbeitete er zunächst am Opernhaus Paulínia, bevor er 2019 als Regieassistent am Opernhaus São Paulo angestellt wurde.

2020 entschloss sich Yuri Colossale, seine Ausbildung fortzusetzen, und begann ein Masterstudium in Musiktheaterdramaturgie an der HfMT Hamburg. Er spezialisierte sich auf Stückentwicklungen und wurde 2022 von der Chopin-Gesellschaft Hamburg eingeladen, ein szenisches Konzert für die Eröffnung des 4. Chopin-Festivals Hamburg zu entwickeln.

Ab der Spielzeit 2023/2024 war er als Dramaturg für Musiktheater und Ballett am Anhaltischen Theater Dessau tätig, wo er zahlreiche Produktionen beider Sparten betreute (u. a. Tristan und Isolde, Wozzeck, Pique Dame, Der Nussknacker, Der grüne Tisch).

Im Rahmen des Kurt-Weill-Festes 2026 ermöglichte Yuri Colossale die europäische Erstaufführung der brasilianischen Oper Alma von Claudio Santoro.

Seit März 2026 ist er als Musiktheaterdramaturg am Theater Münster tätig.