© Bettina Stöß
Musiktheater

A Midsummer Night's Dream (Ein Sommernachtstraum)

Opera in three acts by Benjamin Britten
PREMIERE
11. April 2026
Libretto adapted from William Shakespeare
by Benjamin Britten and Peter Pears
in englischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln

Ein Sommernachtstraum

Oper

 

In einem Wald leben Elfen und Feen

Oberon ist der König der Elfen und Feen.

Er hat sich mit Königin Titania gestritten.

Deshalb befiehlt Oberon seinem Diener Puck:

            Verzaubere Titania.

 

Der Saft einer Zauber·blume bringt Chaos

Titania schläft.

Und Puck tropft ihr den Saft einer Zauber·blume in die Augen.

Der Saft wirkt so:

            Titania verliebt sich nach dem Aufwachen

            in das erst·beste Wesen.

 

Im Wald sind auch 4 junge Menschen

Sie heißen Hermia, Lysander, Demetrius und Helena.

Jeder liebt den Falschen:

            Hermia liebt Lysander.

            Demetrius liebt Hermia.

            Und Helena liebt Demetrius.

Puck gibt auch den 4 jungen Menschen den Zaubersaft.

Aber nun lieben Lysander und Demetrius Helena.

Und keiner liebt Hermia.

 

Handwerker proben im Wald ein Theater·stück

Die Handwerker sind ungeschickt.

Und sie verstehen alles falsch.

Sie machen komische Sachen:

            Ein Handwerker spielt eine Wand.

            Ein anderer spielt den Mond.

Der freche Puck beobachtet die Handwerker.

Er zaubert einem von ihnen einen Esels·kopf.

 

Titania verliebt sich in den Esel

Die verzauberte Titania wacht auf.

Und sie sieht als Erstes den Esel.

Die Tropfen der Zauber·blume wirken:

            Titania verliebt sich in den Esel.

 

Wie soll das ganze Chaos nur enden?

 

Oper nach einem berühmten Theater·stück

Das Stück „Ein Sommer·nachts·traum“ ist von William Shakespeare.

William Shakespeare war Engländer.

Man spricht seinen Namen so aus: Will-jäm Schäks-pier.

Er ist einer der berühmtesten Dichter auf der ganzen Welt.

 

Benjamin Britten hat aus dem Stück eine Oper gemacht.

Die verschiedenen Gruppen bekommen besondere Klänge:

  • Die Musik für die Elfen ist ganz leicht.
  • Die Musik für die jungen Menschen ist romantisch.
  • Die Musik für die Handwerker ist lustig und einfach.

 

Das Theater Münster zeigt die Oper in englischer Sprache.

An der Bühne gibt es deutsche Über·titel zum Mit·lesen.

Die Über·titel sind nicht in Leichter Sprache.

Inszenierungsfotos

  • Ensemble / (c) Bettina Stöß
  • Thomas Halle / (c) Bettina Stöß
  • Johan Hyunbong Choi, Elisabeth Freyhoff, Garrie Davislim, Wioletta Hebrowska / (c) Bettina Stöß
  • Aleksander Timotić, Marie-Dominique Ryckmanns / (c) Bettina Stöß
  • Aleksander Timotić / (c) Bettina Stöß
  • Theaterkinderchor Gymnasium Paulinum / (c) Bettina Stöß
  • Ensemble / (c) Bettina Stöß
  • Yixuan Zhu, Dominic Barberi / (c) Bettina Stöß
  • Thomas Halle, Marie-Dominique Ryckmanns, Gregor Dalal / (c) Bettina Stöß
  • Ensemble / (c) Bettina Stöß
  • Wioletta Hebrowska / (c) Bettina Stöß
  • Yoogeon Hyeon, Gregor Dalal, Youn-Seong Shim, / (c) Bettina Stöß

Trailer

Pressezitate

  • Harald Suerland - Elfenmusik, Liebesleid und Kalauer; in: Westfälische Nachrichten (13.04.26)

    Unfassbar zart tönt es aus dem Orchestergraben, geheimnisvoll schimmernde Musik verbreitet eine nächtliche Stimmung, der man nachsinnen möchte.

    Unter Golo Bergs souveräner musikalischer Leitung steigen im ersten Akt jene ulkig schleifenden Schlafgeräusche aus dem Graben empor, die der Handlung ihr Gepräge geben, und gemeinsam mit dem Theaterkinderchor des Gymnasiums Paulinum erzeugt das Sinfonieorchester Münster die flirrend hellen Klänge des Elfenreichs.

    Garrie Davislim und Wioletta Hebrowska einerseits sowie Johan Hyunbong Choi und Elisabeth Freyhoff andererseits agieren im Zentrum des großen, begeisternden Ensembles.

    Die kunterbunte Ausstattung von Sophie du Vinage bringt moderne Elemente und ironische Akzente zum Ideal von Eheglück und Kindersegen auf die drehbare Bühne. 

    Regisseurin Cordula Däuper belebt die Szenerie mit vielen parallelablaufenden Aktionen – vor allem, wenn die rustikalen Handwerker ins Spielkommen.

    Als deren „Kopf“ füllt Gregor Dalal die dankbare Rolle des Webers Bottom lustvoll wie gesanglich finessenreich aus.

  • Sigi Brockmann - „A Midsummer Night's Dream“ von Benjamin Britten, in: Der Opernfreund (13.04.26)

    Was Gesang und musikalische Gestaltung betrifft, sorgten diese wieder einmal für besondere Freude an der Aufführung. Da ist zunächst Oberon von Aleksandar Timotić zu nennen, der als Counter-Tenor wunderbar lyrische Melodie-Bögen gestaltete. […] Ebenso gekonnt meisterte Marie-Dominique Ryckmanns die Koloraturen von Elfenkönigin Tytania.

    Endlich erlebte man Gregor Dalal als Bottom wieder in einer grossen Rolle, in der er seine Schauspielkunst und seinen kräftigen Bariton unter Beweis stellte.

    Für harmonischen Anfang und Ende eines jeden Teils der Oper sorgten als Elfen der aus Jungen und Mädchen bestehende Theaterkinderchor am Gymnasium Paulinum. […] Besondere Erwähnung verdienen die vier Elfen-Soli von Spinnweb, Bohnenblüte, Senfsamen und Motte, die auf Anweisung Tytanias Bottom als Esel Gutes tun sollten.

    Für den reibungslosen musikalischen Ablauf des Abends sorgte überlegen wie gewohnt GMD Golo Berg. Er regte das Orchester einfühlsam an zu den verschiedenen musikalischen Farben und Rhythmen in der musikalischen Begleitung der einzelnen Darsteller-Gruppen.

  • Stefan Schmöe - A Midsummer Night's Dream; in: Online Musik Magazin (11.04.2026)

    Regisseurin Cordula Däuper inszeniert Benjamin Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ als knallbunte Hochzeitskomödie. […] Traumzustand trifft nicht ohne Witz auf Verwaltungswirklichkeit.

    Die Mittsommernacht, die man sich hier als Traum wie als die Reifezeit zwischen dem Erwachsenwerden und der Hochzeit vorstellen kann, wird von der Regie als ein Erfahrungs- und Lernprozess verstanden. Oberon, dessen Kostüm bemoost wie die Bühne erscheint, wird zum Ausdruck der Triebkraft des Unbewussten.

    Däuper und du Vinage (Kostüm) setzten auch eine leicht schrille, popkulturelle Ästhetik mit leuchtendem Schriftzug „forever“.

    Fabelhaft spielt das Sinfonieorchester Münster unter der Leitung von Golo Berg, prägnant in den vielen solistischen Passagen und doch immer in einem transparenten, filigranen Gesamtklang eingebunden.

    Jedes Detail bekommt Bedeutung, aber kein Übergewicht.

    Fabelhaft singen die Mädchen und Jungen des Theaterkinderchors am Gymnasium Paulinum, mit glasklarem Ton, sicher in der Intonation und sehr nuanciert.

    Countertenor Aleksandar Timotić singt einen warm timbrierten, samtig schimmernden Oberon, Marie-Dominique Ryckmanns eine fast mädchenhafte, dabei durchaus selbstbewusste Tytania.

    Mit Elisabeth Freyhoff als Helena, Wioletta Hebrowska als Hermia, Garrie Davislim als Lysander und Johan Hyunbong Choi als Demetrius sind die beiden Liebespaare nahezu perfekt besetzt: Vier Stimmen, die den Figuren Individualität verleihen und doch ausgezeichnet als Quartett harmonieren.

    Gregor Dalal als Bottom und Young-Seong Shim als Flute singen mit liedhafter Eleganz. Auch in den kleinen, durchweg sehr gut besetzten Partien bleibt keine Silbe nebensächlich – alles ist genau durchgearbeitet.

  • Jonathan Rochol - Elfen, Feen und Geisterstunde im Theater Münster; in: Die Glocke (13.04.26)

    Der besonderen Klangwelt der Oper begegnet das Ensemble durchweg in stimmlicher Bestform.

    Darüber hinaus schafft die Inszenierung ein bestechendes Szenenbild, das voller Bezüge ist und zuletzt zum Spiel im Spiel avanciert.

    Unter der Leitung von Golo Berg setzt das Sinfonieorchester Münster Brittens anspruchsvolle Partitur in wunderbarer Weise um. Es entsteht ein farbenreiches Klanggemälde, das in atmosphärischer und unaufgeregter Weise den vielen Facetten und Eindrücken des Werks auf den Grund geht.

    Cordula Däupers Inszenierung nimmt die Vielfalt [von Brittens Oper] auf und setzt sie in einer herrlich klugen und ebenso fantasiereichen Weise um.