Angela Braun / (c) Thilo Beu
Musiktheater

Die Kantine

Musiktheater im ganzen Haus von Nico Sauer
PREMIERE
27. Februar 2026
im Rahmen von NOperas!




Was geht eigentlich hinter den Kulissen des Theater Münster vor sich? Die überraschende Antwort liefern der Komponist und Regisseur Nico Sauer und sein Team. Sie lassen Orchester und Gesang nicht wie gewohnt auf der Bühne, sondern an unterschiedlichen Orten des Gebäudes erklingen. Tätigkeiten der Theatermitarbeiter*innen, die normalerweise im Verborgenen stattfinden, werden von den Künstler*innen beobachtet und in eine musikalische wie szenische Form gebracht. Bei einem Rundgang durch das Haus wird so der Sound des Theaterbetriebs hörbar, Arbeitsabläufe werden reeanactet. Selbst kleinste Details wie das Tippen einer Computertastatur oder das Kreischen einer Säge können Teil der Komposition werden.

 

Das Projekt "Die Kantine" ist Teil von "NOperas!" - einer Initiative des Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm). In Trägerschaft des NRW KULTURsekretariats wird es in Kooperation mit dem Staatstheater Darmstadt und dem Theater Münster realisiert.

Inszenierungsfotos

  • Statisterie / (c) Thilo Beu
  • Thorsten Schmid-Kapfenburg, Ensemble / (c) Thilo Beu
  • Ensemble / (c) Thilo Beu
  • Statisterie / (c) Thilo Beu
  • Statisterie / (c) Thilo Beu
  • Wioletta Hebrowska / (c) Thilo Beu
  • Angela Braun / (c) Thilo Beu

Pressezitate

  • Robin Gerke - Achterbahn hinter den Kulissen, in: Westfälische Nachrichten (02.03.26)

    Die Mischung aus Klamauk, bizarrer Komik und Überraschungen hinter jeder Ecke macht einfach Spaß.

    Wer das neue Stück des Komponisten Nico Sauer besucht, sollte sich – und das gilt wohl für alle experimentellen Produktionen der „NOperas!“-Initiative – auf eine Erfahrung einstellen, die mit einem normalen Theaterbesuch wenig zu tun hat.

    Auf dem weiteren Weg lernen auch erfahrene Theater-Veteranen das Haus ganz neu kennen – sogar Angestellte, die sich privat einer Tour anschließen, entdecken neue Winkel und Ecken.

    „Die Kantine“ lädt immer wieder zu Reflexion über die Arbeitsbedingungen am Theater und den Zustand des Opernbetriebs ein. Das Stück macht sichtbar, was hinter den Kulissen passiert. Wer genau hinsieht, entdeckt immer wieder ironische Seitenhiebe in Richtung von DIN- und ISO-Normen, Vorschriften und Klischees.

  • Andrea Kutzendörfer - Reise in die wundersame Welt des Opernbetriebs, in: Die Glocke (03.03.26)

    Nico Sauers Projekt ist ziemlich schräg. Mit viel Augenzwinkern lässt er am Wochenende das Premierenpublikum in Gruppen durch Flure und Treppenhäuser zu Probenräumen und Werkstätten klettern, an denen die „eigentliche“ Opernarbeit stattfindet, was allein schon ein Gutes hat: Man lernt endlich mal andere Theaterbesucher kennen.

    Herrlich auf die Spitze treibt es Mezzosopranistin Wioletta Hebrowska als völlig abgedrehte Inspizientin. So singt sie sehr hübsch das Hohelied auf das Kleine Haus, das dann aber etwas ausartet. Wie sie sich in Ekstase im Lackmieder über den Bühnenboden wälzt und nicht mehr von ihm lassen will, ist schon urkomisch. 

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