© Thilo Beu
Musiktheater

Tristan und Isolde

Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner
PREMIERE
02. November 2025
nach dem Versroman Tristan von Gottfried von Straßburg
In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln

AUFFÜHRUNGSDAUER
5 Stunde und 20 Minuten
1 Std. Pause nach 1 Stunde und 20 Minuten
30 Min. Pause nach 3 Stunden und 25 Minuten

Obwohl Tristan einst ihren Verlobten getötet hat, hat die irische Königstochter Isolde ihm, dem Neffen des verfeindeten Königs von Kornwall, das Leben gerettet und sich in ihn verliebt. Nun soll Isolde die Ehefrau seines Onkels, König Marke, werden. Die Liebe, die sie mit Tristan verbindet, ist zum Scheitern verurteilt. Jedoch sprengt sie alle Grenzen und lässt sich weder durch Konventionen noch durch moralische Maßstäbe aufhalten. Doch das legitime Ausleben der Liebe bleibt eine Utopie und ist von der Natur aus verdammt, nur im Tod endgültig erfüllt zu werden. Mit Tristan und Isolde (1865 im Königlichen Hof- und Nationaltheater München uraufgeführt) schuf Richard Wagner ein Meisterwerk der deutschen Romantik und zugleich einen der Grundpfeiler der modernen Musik.

Pausenbuffet

Die Gesamtdauer der Vorstellung wird etwa 5 Stunden 15 Minuten betragen und zwei Pausen enthalten. Die Pause zwischen erstem und zweiten Akt wird eine Stunde dauern, so dass Sie die Möglichkeit haben werden, sich für den weiteren Abend zu stärken. Im Theater bieten wir hierzu für 38,50 Euro ein Pausenbuffet an. Sie können bei Ihrer Buchung zwischen einer vegetarischen Variante und einer mit Fleisch wählen.

Bei Interesse melden Sie sich gerne bei der Theaterkasse oder buchen Sie Ihr Buffet online. Die Platzierung findet an nummerierten Tischen statt. Je nach Verfügbarkeit werden Sie mit anderen Gästen gemeinsam an einem Tisch sitzen.

→  Hier können Sie das Buffetangebot zur Vorstellung buchen.

Inszenierungsfotos

  • Kristiane Kaiser / © Thilo Beu
  • Kristiane Kaiser, Wilfried Staber, Brad Cooper / © Thilo Beu
  • Kristiane Kaiser, Wioletta Hebrowska / © Thilo Beu
  • Ensemble / © Thilo Beu
  • Johan Hyunbong Choi, Wioletta Hebrowska, Kristiane Kaiser, Brad Cooper, Ramon Karolan / © Thilo Beu
  • Wioletta Hebrowska, Ramon Karolan / © Thilo Beu
  • Kristiane Kaiser, Brad Cooper / © Thilo Beu
  • Johan Hyunbong Choi, Brad Cooper / © Thilo Beu
  • Ensemble / © Thilo Beu

Trailer

Pressezitate

  • Axel Wuttke – Münster: „Tristan und Isolde“, Richard Wagner (zweite Besprechung), in: Der Opernfreund (07.11.2025)

    KS Kristiane Kaiser bescherte dem begeisterten Publikum eine, bei aller Durchschlagskraft ihres jugendlich-dramatischen Soprans, sehr differenzierte Isolde, die immer wieder zarte Piani einsetzte und so ein bewegendes Portrait gestaltete. Ein Höhepunkt war ihr wunderbar auf Linie gesungener Liebestod, in dem sie nochmal mit großer Intensität die Stimme über dem Orchester schweben ließ.

    […] Bis zum Schluss singt er (Brad Cooper) ohne erkennbare Ermüdungserscheinungen klangschön und deutlich im Ausdruck.

    Das Meer als Symbol für das Leben, die Reinheit, aber auch als vernichtendes Element durchzieht die gesamte Inszenierung. Das erzeugt im ersten und letzten Akt viel Atmosphäre in den großartig gestalteten, düsteren, an einen Schiffsrumpf erinnernden Bühnenbildern von Dieter Richter.

    [Die Regisseurin] überzeugt […] mit Einfällen, die im Gedächtnis haften bleiben, z.B. mit Brangänes Auftritt im zweiten Akt, wenn sie, eine Fackel tragend, bei verdunkelter Bühne hinter dem Gemälde von Géricault sichtbar wird und die Liebenden zur Wachsamkeit mahnt. Mit großem emotionalem Einsatz begeistert Wioletta Hebrowska als Brangäne. Ihr nimmt man die tiefe Verzweiflung über das Vertauschen der Tränke ab. Mit ihrer exquisit timbrierten Stimme gestaltet sie besonders den Wachtgesang im zweiten Akt wunderbar mit langem Atem und starkem stimmlichen Ausdruck. Einer der musikalische Höhepunkt des Abends. Auch das Finale des Aktes überzeugt durch die gekonnte, mit Spannung aufgeladene Personenführung.

    Johan Hyunbong Choi empfiehlt sich mit seiner Darbietung als Kurwenal für weitere Wagner-Partien. Sein ebenmäßig geführter Bariton gibt ihm die Möglichkeit, sowohl die innerlichen Passagen als auch die jubelnde Begeisterung mit überwältigender stimmlicher Ausdruckskraft zu gestalten.

    GMD Golo Berg zelebriert diese außergewöhnliche Partitur, setzt auf langsame Tempi und einen geradezu kammermusikalischen Ton, ohne das Rauschhafte und Überwältigende der Musik zu vernachlässigen. Er ist seinen Sängern ein aufmerksamer Begleiter und entlockt dem Sinfonieorchester Münster einen wunderbar luziden Klang. […] Besonders das „O sink hernieder, Nacht der Liebe“, wunderbar sensibel dirigiert und von KS Kristiane Kaiserund Brad Cooper ganz verinnerlicht gesungen, und Brangänes Wachtgesang schufen wunderbare Augenblicke, in denen die Zeit still zu stehen schien. 

    Die Sänger der kleineren Partien und der Chorunter der Leitung von Anton Tremmel ließen keine Wünsche offen.

     

     

     

  • Michael Kaminski – Liebestrank als Medizin gegen toxische Männlichkeit, in: Concerti (04.11.25)

    Regisseurin Clara Kalus zeigt: Die Männergesellschaft auf Tristans Schiff definiert sich ganz wesentlich durch die Herrschaft über Frauen. [...]

    Unter Anton Tremmel tönen die Herren von Chor und Extrachor des Hauses bei aller szenisch erforderten Brutalität nicht allein durchschlagskräftig, sondern überdies klangprächtig.

    Kristalline Klarheit überwiegt romantischen Überschwang selbst im Blech.

    Selten gibt sich das Holz nuancierter zu vernehmen als in der westfälischen Kapitale.

    Kristiane Kaiser verkörpert eine vokal raumgreifende Isolde.

    Stimmlich und spielerisch trumpft der Kurwenal von Johan Hyunbung Choi mächtig auf. Wioletta Hebrowska weiß als Brangäne für sich einzunehmen. Mit großformatierten Bass gibt Wilfried Staber den König Marke.

  • Jonathan Rochol – Musikdrama zwischen Liebe, Tod und Leiden, in: Die Glocke (04.11.25)

    Mit Clara Kalus‘ Inszenierung des Tristan am Theater Münster wird nicht nur die Spielbarkeit des Werkes unter Beweis gestellt – mit Kristiane Kaiser und Brad Cooper in den Titelrollen gelingt eine durch und durch exzellente Umsetzung: Stimmgewaltig und mit präzisem Gefühl für alle Nuancen in Musik und Darstellung leuchtet diese Inszenierung die Seele des Werkes aus.

    Im Umgang mit diesem sogenannten „Liebestod“ Isoldes zeigt sich exemplarisch die wahre Meisterschaft in Kalus‘ Inszenierung: Indem sie hier eine dem Schicksal entgegenstehende Form des Überlebens zeigt, problematisiert sie in unterschwelliger und gleichsam zeitgemäßer Weise den patriarchalischen Modus des Werkes.

    Insgesamt ist es ein Verdienst dieser gestalterischen vielschichtigen Inszenierung, der mitunter auf Länge angelegten Partitur Wagners einen stets greifbaren und fragenden Ausdruck entgegenzustellen.

    In der Verwirklichung dieser Musik agiert das Ensemble durchweg stimmgewaltig: Kaiser und Cooper als Tristan und Isolde setzen diese Partien mit einer Kraft und gefühlvollen Unmittelbarkeit um, der man sich kaum entziehen kann.

    Unter der Leitung von Golo Berg schafft das Orchester, gewissermaßen als eigenständiger Akteur, eine großartig atmosphärische Dichte.

    Die Besteigung dieses Achttausenders gelingt nicht nur, sie übertrifft jede Erwartung. Die große Begeisterung des Publikums am sonntäglichen Premierenabend gilt den hervorragenden Sängerinnen und Sängern wie der gesamten Inszenierung völlig zu Recht. Dieser Tristan ist unbedingt sehenswert.

  • Harald Suerland - Auf dem Todesfloß der Liebe, in: Westfälische Nachrichten (04.11.2025)

    (Kristiane Kaisers) leuchtender Sopran hat eine so souveräne Höhe, dass sie den Anforderungen der Riesenpartie scheinbar mühelos gerecht wird und auch ohne Trompetentöne das Orchester überstrahlt.

    Münsters Premierenpublikum bejubelt die Rückkehr einer großen Wagner-Produktion nach vielen Jahren Wartezeit, […].

    Das Orchester unter Golo Berg sorgte für Begeisterung.

  • Sigi Brockmann - Theater Münster Richard Wagner "Tristan und Isolde", in: Online Merker (03.11.25)

    Als Isolde verfügte KS Kristiane Kaiser über strahlende Stimmgewalt, […]. Auch die tiefen leiseren Legato-Passagen der Partie gelangen ihr anrührend.

    Mit schwarzgründigem Bass wilde Verzweiflung ausdrückend sang KS Wilfried Staber den unglücklichen König Marke. Grosses Lob verdienen die die Darsteller der beiden weiteren Hauptpartien, die aus dem Ensemble besetzt wurden. Wioletta Hebrowska war eine stimmlich souveräne Brangäne, auch weitgehend textverständlich. Ihre „Habt acht“ Rufe bleiben in Erinnerung. Grosses Lob verdiente auch Johan Hyunbong Choi als stimmlich mächtiger Kurwenal. Passend tenoral sang Youn-Seong Shim den jungen Seemann, mit dessen Lied ohne Orchesterbegleitung ja das Stück beginnt. Die kurzen Chorszenen sangen Chor und Extrachor der Herren wie immer passend einstudiert von Anton Tremmel.

    Nochmals hervorzuheben ist die musikalische Leitung durch GMD Golo Berg. Die instrumental und harmonisch so vielfältige Orchestrierung und die grossen Steigerungen waren bei passendem Tempo mitzuerleben.

    Aus dem Orchester muß vor allem gelobt werden das Solo des Englisch-Horns im dritten Aufzug eindringlich und melancholisch geblasen von Katharina Althen. Aber auch die Soli von Bratsche im ersten und zweiten und der Violine im dritten Aufzug wie auch die der Baßklarinette bei Marke’s Klage waren hörenswert.

    Nachdem die letzten Takte des großartig gesungenen „Liebestods“ mit der musikalischen Auflösung des Anfangs-Akkords verklungen waren, setzte der Wagner-Premieren-Applaus ein [...] insbesondere für die Sänger, den Dirigenten und das Orchester als Hauptakteur des Abends, dann auch für das Leitungsteam.