(c) Sandra Then
Schauspiel

Heartship

Caren Jeß
PREMIERE
13. Mai 2026
AUFFÜHRUNGSDAUER
ca. 1 Stunde und 15 Minuten, keine Pause

Sara und Ann, beide um die 40 Jahre alt, lernen sich im Gym beim Aerobic kennen. Die eine lädt zur feministischen Stand-up-Comedy-Show in einer Kneipe, die andere erzählt von Übergriffen ihres Kollegen am Arbeitsplatz. Und plötzlich entwickelt sich zwischen Alltag und Selbstoptimierung eine Beziehung. Sara und Ann erforschen das Miteinander von Friendship über Situationship bis Heartship und fragen sich: „Wieso können Zungenküsse nicht die liebevolle, zärtliche Antwort der Frauen auf bro-mäßiges Schulterklopfen sein?“ Die vielfach ausgezeichnete Theaterautorin Caren Jeß (u.a. Mülheimer Dramatikpreis 2023) hat ein Stück über liebende und zornige Frauen geschrieben und ihnen ein Mikrofon gegeben, durch das sie pointenreich ihrer Wut und ihrer Zärtlichkeit freien Lauf lassen.

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PH Heartship
PH Heartship

Inszenierungsfotos

  • Carola von Seckendorff, Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff / (c) Sandra Then
  • Clara Kroneck, Carola von Seckendorff / (c) Sandra Then
  • Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff, Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff, Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff, Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff, Clara Kroneck / (c) Sandra Then

Trailer

Pressezitate

  • Dietmar Zimmermann – Neue Beziehungsformen, in: Theater Pur (13.05.26)

    Die Schiffs-Metapher nimmt Ausstatterin Hanna Naske in der Münsteraner Inszenierung dezent auf. In dem multifunktionalen Bühnenraum im Münsteraner Studio steht ein kleines Podest für die Auftritte von Sara im Heartship, unauffällig gehört das Modell einer Kogge zur Kneipen-Ausstattung, und an der Wand hängt das Steuerrad eines Schiffes. 

    Caren Jeß beweist wieder einmal ihr Gespür für ungeheuer originelle Formulierungen und witzige Pointen, die oftmals zum Lachen reizen und der feministischen Komödie die Aggressivität nehmen.

    Die Schauspielerinnen meistern mit Bravour so manches sprachakrobatische Kunststück, arbeiten die Unterschiede zwischen den Figuren überzeugend heraus und bieten auch für den alten weißen Mann, der diese Rezension nie schreiben dürfte, genügend Identifikationspotential.

  • Helmut Jasny - Schlimme Erfahrungen mit Männern, in: Westfälische Nachrichten (16.05.26)

    Es steckt durchaus auch einiges an Theorie in dem Stück. Aber sie ist gut in die Handlung eingebettet, und Regisseurin Anaïs-Manon Mazić sorgt dafür, dass die Aufführung nicht kopflastig wird.

    Eine Qualität des Stücks ist eindeutig die Sprache. Obwohl schwere Themen […] abgehandelt werden, bleibt der Ton so leicht und mit Wortwitz unterfüttert, dass man gut mitgehen kann, ohne emotional unterdrückt zu werden.

    Mazić […] konzentriert sich darauf, die im Stück angelegte Balance zwischen leicht und schwer adäquat auf die Bühne zu bringen. Das ist ein kluger Ansatz, und dass er so gut gelingt, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der beiden Schauspielerinnen.

    Eine gelungene Inszenierung und ganz bestimmt nicht nur für Frauen sehenswert.