(c) Sandra Then
Schauspiel

Heartship

Caren Jeß
PREMIERE
13. Mai 2026
AUFFÜHRUNGSDAUER
ca. 1 Stunde und 15 Minuten, keine Pause

Heart·ship

Schauspiel

 

Ann ist Augen·ärztin.

Sie erzieht ihren Sohn allein.

Ann wird in der Arbeit von einem Kollegen belästigt.

Ann ist wütend.

Aber sie wehrt sich nicht gegen den Kollegen.

Sie verletzt sich selbst.

Immer wieder kratzt Ann ihre Haut auf.

 

Aber dann lernt Ann Sara kennen

Ann geht zum Sport.

Dort lernt sie Sara kennen.

Sara ist ganz anders als Ann.

Sara ist selbstbewusst.

Auch Sara ist wütend auf Männer.

Aber Sara spricht über ihre Wut.

Jeden Monat steht Sara auf einer Bühne.

Die Bühne gehört zu der Kneipe Heart·ship.

Sara macht sich auf der Bühne über Männer lustig.

Die Leute lachen mit Sara über Männer.

 

Ann und Sara werden Freundinnen

Ann und Sara mögen sich sehr.

Sie werden Freundinnen.

Aber ihre Beziehung ist mehr als Freundschaft.

 

Sie nennen ihre Beziehung Heart·ship.

Heart·ship – genauso wie die Kneipe,

in der Sara über ihre Wut auf Männer spricht.

 

Heart·ship ist ein englisches Wort.

Man spricht das Wort so aus: Hart - schipp.

Heart·ship bedeutet: Herzens·freundschaft.

Herzens·freunde und Herzens·freundinnen haben sich sehr lieb.

 

Sind Ann uns Sarah ein Liebes·paar?

Ann und Sarah sind mehr als Freundinnen.

Sie helfen sich gegen·seitig.

Sie trösten sich gegen·seitig.

Sie lachen mit·einander.

Und dann küssen sie sich.

Sind Ann und Sarah jetzt ein Liebes·paar?

 

Zusammen sind Frauen stark

Das Stück Heart·ship geht um das Thema Männer und Frauen.

Männer haben oft mehr Macht als Frauen.

Und Männer sind oft stärker als Frauen.

Manche Männer nutzen ihre Macht und Stärke aus.

Zum Beispiel:

            Sie belästigen Frauen.

 

Frauen gehen unterschiedlich mit Belästigung um:

            Die einen weinen.

            Die anderen verletzen sich selbst.

            Und wieder andere schreien ihre Wut über Männer hinaus.

 

Caren Jeß sagt mit dem Stück:

            Frauen können sich gegen böse Männer zusammen·tun.

            Frauen können sich zusammen gegen böse Männer wehren.

            Sie können im Kampf gegen böse Männer

            Herzens·freundinnen werden.

 

Wer ist Caren Jeß?

Caren Jeß ist eine junge Dramatikerin.

Dramatiker und Dramatikerinnen schreiben Theater·stücke.

Caren Jeß hat schon viele Theater·stücke geschrieben.

Und sie hat viele Preise gewonnen.

Programmheft als PDF

PH Heartship
PH Heartship

Inszenierungsfotos

  • Carola von Seckendorff, Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff / (c) Sandra Then
  • Clara Kroneck, Carola von Seckendorff / (c) Sandra Then
  • Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff, Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff, Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff, Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff / (c) Sandra Then
  • Carola von Seckendorff, Clara Kroneck / (c) Sandra Then

Trailer

Pressezitate

  • Dietmar Zimmermann – Neue Beziehungsformen, in: Theater Pur (13.05.26)

    Die Schiffs-Metapher nimmt Ausstatterin Hanna Naske in der Münsteraner Inszenierung dezent auf. In dem multifunktionalen Bühnenraum im Münsteraner Studio steht ein kleines Podest für die Auftritte von Sara im Heartship, unauffällig gehört das Modell einer Kogge zur Kneipen-Ausstattung, und an der Wand hängt das Steuerrad eines Schiffes. 

    Caren Jeß beweist wieder einmal ihr Gespür für ungeheuer originelle Formulierungen und witzige Pointen, die oftmals zum Lachen reizen und der feministischen Komödie die Aggressivität nehmen.

    Die Schauspielerinnen meistern mit Bravour so manches sprachakrobatische Kunststück, arbeiten die Unterschiede zwischen den Figuren überzeugend heraus und bieten auch für den alten weißen Mann, der diese Rezension nie schreiben dürfte, genügend Identifikationspotential.

  • Helmut Jasny - Schlimme Erfahrungen mit Männern, in: Westfälische Nachrichten (16.05.26)

    Es steckt durchaus auch einiges an Theorie in dem Stück. Aber sie ist gut in die Handlung eingebettet, und Regisseurin Anaïs-Manon Mazić sorgt dafür, dass die Aufführung nicht kopflastig wird.

    Eine Qualität des Stücks ist eindeutig die Sprache. Obwohl schwere Themen […] abgehandelt werden, bleibt der Ton so leicht und mit Wortwitz unterfüttert, dass man gut mitgehen kann, ohne emotional unterdrückt zu werden.

    Mazić […] konzentriert sich darauf, die im Stück angelegte Balance zwischen leicht und schwer adäquat auf die Bühne zu bringen. Das ist ein kluger Ansatz, und dass er so gut gelingt, ist nicht zuletzt auch ein Verdienst der beiden Schauspielerinnen.

    Eine gelungene Inszenierung und ganz bestimmt nicht nur für Frauen sehenswert.