(c) Sandra Then
Schauspiel

Maria Stuart

Friedrich Schiller
PREMIERE
14. März 2026
AUFFÜHRUNGSDAUER
ca. 1 Stunde und 55 Minuten, keine Pause

Maria Stuart erzählt die Geschichte von 2 Königinnen.

Die beiden Königinnen sind Cousinen.

 

Die eine Königin heißt Maria Stuart.

Maria Stuart ist Königin von Schottland.

 

Die andere Königin heißt Elisabeth.

Elisabeth ist Königin von England.

 

Die Schotten wollen Maria Stuart nicht als Königin.

Sie sagen:

            Maria hat ihren Mann ermordet.

            Und wir wollen keine katholische Königin.

 

Maria flieht nach England

Maria glaubt:

            Königin Elisabeth ist meine Cousine.

            Königin Elisabeth beschützt mich.

Aber Elisabeth denkt:

            Maria ist gefährlich.

            Maria will Königin von England werden.

            Und die Engländer wollen Maria als Königin.

 

 

Elisabeth wirft Maria ins Gefängnis

Maria bleibt 19 Jahre im Gefängnis.

Dann kommt Maria vor Gericht.

Maria wird zum Tode verurteilt.

Aber Elisabeth muss das Todes·urteil unterschreiben.

Nur dann wird Maria getötet.

 

Elisabeth überlegt:

            Maria stirbt?

            Dann bleibe ich Königin von England.

            Aber die Engländer werden mich hassen.

 

Was wird Elisabeth tun?

Inszenierungsfotos

  • Katharina Brenner, Katharina Rehn / (c) Sandra Then
  • Katharina Rehn, Katharina Brenner / (c) Sandra Then
  • Clara Kroneck, Katharina Rehn / (c) Sandra Then
  • Ansgar Sauren, Julius Janosch Schulte / (c) Sandra Then
  • Julius Janosch Schulte, Ansgar Sauren / (c) Sandra Then
  • Julius Janosch Schulte, Katharina Rehn, Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Ansgar Sauren, Katharina Rehn / (c) Sandra Then
  • Julius Janosch Schulte, Katharina Brenner, Clara Kroneck / (c) Sandra Then
  • Clara Korneck, Katharina Brenner / (c) Sandra Then
  • Leni Wegmann, Riccy Tolmein / (c) Sandra Then

Trailer

Pressezitate

  • Sascha Westphal – Die bittere Mechanik der Macht, in: nachtkritik.de (15.03.26)

    Ansgar Sauren ist ein besonders stürmender und drängender Mortimer, ein gefährlicher Schwärmer und Extremist mit einem großen "Ave Maria"-Tattoo auf der Brust. Clara Kronecks Burleigh zeigt, dass kaltes Taktieren und ein überaus opportunistischer Umgang mit einem Begriff wie "Recht" längst nicht nur Männern vorbehalten sind.

    Ansonsten setzen Julia Hölscher und ihr Team auf Zeitlosigkeit. Ihre Inszenierung will nicht einfach Schiller mit unserer Wirklichkeit kurzschließen. Sie sucht nach der gedanklichen, der politischen und der machttheoretischen Essenz des Stücks, zu der auch das überaus wendige, sich nie wirklich festlegende Auftreten von Julius Janosch Schultes gehört.

  • Andrea Kutzendörfer – Zwei Königinnen im Ringen um die Macht, in: Die Glocke (16.03.26)

    Das Drama bleibt in der Regie von Julia Hölscher – auch in seiner Sprache – im historischen Kontext. Zumindest aber erinnert das Wort „Völkerrecht, das die Königin von England in den Augen Marias gebrochen hat, an die politische Gegenwart.

    Katharina Rehn spielt Stuart als überlegte, starke Frau, und Katharina Brenner als Elisabeth steht ihr in nichts nach.

    Dabei ist das letzte und einzige Aufeinandertreffen der Monarchinnen zu Beginn sehr anrührend inszeniert

  • Harald Suerland – Machtkämpfe auch in zweiter Reihe, in: Westfälische Nachrichten (16.03.26)

    Die Inszenierung lenkt jedoch den Blick nicht nur auf einen Zweikampf vor historischer Kulisse, sondern zeigt, wie sehr die fatalen Geschehnisse von den Gestalten aus der zweiten Reihe abhängen.

    Maria selbst wird von Katharina Rehn gerade nicht, wie sonst oft, als fragiles Wesen mit innerer Härte dargestellt, sondern als sinnliche Frau in der Mitte des Lebens, der am Ende als Trost nur die Selbststilisierung bleibt. Und Gegenspielerin Elisabeth offenbart, in welcher Ohnmacht sich eine Mächtige befindet, die von allen Seiten Gefahren wittert: Katharina Brenner zeigt, dass der Schwung ihres Mantelwurfs und die klare Sprache doch nur die Schwächen überdecken.

    Die androgyn anmutenden, blassfarbenen Gewänder der Figuren prägen ebenso wie das Arena-Spielfeld, dessen begrenzendes Gerüst im zweiten und, vierten Akt zu einer Art Kabinett nach vorne gerollt wird, den Eindruck dieser Inszenierung: Sie ist bis aufs Skelett entschlackt, um die atemberaubend aktuelle Struktur der Machtkämpfe zu beleuchten.

    Am Ende gibt es anhaltenden Applaus für ein starkes Klassiker-Konzentrat.

  • Edda Breski – Nur rücklings auf einem Sattel reitend, in: TZ Hamm (17.03.26)

    Besonders eindrücklich ist Julius Janosch Schultes Leicester, der vor Mord nicht zurückschreckt und sich doch – wie jeder gute Lügner – selbst jedes einzelne Wort zu glauben scheint, mit dem er andere einzufangen sucht.

    Lebendig wird die Münsteraner „Maria Stuart“ durch das Spiel. Katharina Brenner gibt die Elisabeth mit trockener Überlegenheit, die sich zunehmend in Hilflosigkeit verkehrt. Dagegen steigert sich Katharina Rehn von persönlicher Empörung als Maria Elisabeth „Bastard“ entgegenschreit, lässt sie darin eine ganze Lebensgeschichte der Kränkung hören – zu Würde.

    Am Großen Haus in Münster wird Schillers Drama „Maria Stuart“ nicht als politische Geschichte oder als Machtstudie gezeigt, sondern als persönliche Konfrontation zweier Frauen, die einander nie auf einer Ebene begegnen können: ein Kammerspiel.