Toxische Männer
Aufführungsdauer
1 Stunde und 40 Minuten, keine Pause
Toxische Männer
Ur·aufführung am 27. März
Es ist das Jahr 2030
Auf der Erde gibt es Krieg.
Alle Menschen kämpfen gegen·einander.
Nur in der Volks·republik Korea gibt es Frieden.
Der Chef von der Volks·republik Korea ist Kim Jong-un.
Er hat vor 10 Jahren die Grenzen geschlossen.
Keiner kommt in sein Land.
Und keiner kommt hinaus.
Es gibt nichts Böses mehr in der Volks·republik Korea.
Kim Jong-un schaltet das Internet ab
Bis jetzt hat sich Kim Jong-un nicht um andere Länder gekümmert.
Aber die Kriege auf der Welt stören Kim Jong-un.
Er schaltet das Internet ab.
Die Kämpfe und Kriege sind vorbei.
Eine künstliche Intelligenz kümmert sich jetzt um die Menschen.
Die künstliche Intelligenz heißt KIM.
KIM merkt schnell:
Männer sind gefährlich.
Männer zerstören die Welt.
Und KIM merkt:
Männer und Frauen passen nicht zusammen.
Die künstliche Intelligenz KIM teilt die Menschen auf
Ab sofort leben Männer in dem einen Land.
Und Frauen leben in einem anderen Land.
Es gibt auch kein Geld mehr.
Alle Menschen bekommen einen schönen Job.
Und alle Menschen sind gesund.
Den Menschen geht es gut.
Das geht ein paar Jahre so.
Aber dann mischen sich ein Mann und eine Frau ein
Eine Frau aus dem einen Land
und ein Mann aus einem anderen Land sprechen heimlich mit·einander.
Sie wollen die künstliche Intelligenz KIM ab·schalten.
Sie wollen:
Frauen und Männer sollen wieder zusammen·leben.
Das Stück Toxische Männer ist von Konstantin Küspert
Toxisch bedeutet:
Eine Person ist nicht gut zu anderen Personen.
Die Person ist gefährlich für andere Personen.
Oft sind Männer toxisch.
Denn oft haben Männer mehr Macht als Frauen.
Und oft sind Männer stärker als Frauen.
In Toxische Männer geht es auch um eine künstliche Intelligenz.
Eine künstliche Intelligenz ist ein Computer.
Der Computer kann lernen.
Der Computer bekommt viele Informationen.
Die Informationen machen den Computer klug.
Der Computer hilft, Lösungen für Probleme zu finden.
Das Theater Münster zeigt Toxische Männer
zum aller·ersten Mal auf der ganzen Welt.
Die aller·erste Aufführung nennt man: eine Ur·aufführung.
Ton
- teilweise durch Musik geschaffene bedrohliche Atmosphäre
- laute Hintergrundgeräusche (Jubel, Gewitter, Kampfjet)
- Echo durch Mikrofon
- Schrei durch Ensemble
Beleuchtung
- Dunkelheit
- grelle Lichteinstellungen
- Blitz-ähnlicher Lichteffekt
- Stroboskop-ähnlicher Lichteffekt
Video & Bilder
- Diskolichter werden in Publikumsbereich projiziert
Geruchs-, Tast- und Atemreize
- Nebel
- Zigarettenrauch (Theaterzigarette ohne Nikotin)
Interaktives, Überraschendes
- Ensemble bespielt und betritt den Publikumsbereich, Publikumsinteraktion wird nicht erwartet
Die Inszenierung “Toxische Männer” findet für die Themen Diktatur, Gewalt, Faschismus und Misogynie verschiedene überspitze und teils satirische Darstellungsweisen.
Dies betrifft insbesondere die sprachliche Thematisierung von…
- Krieg (unter anderem in der Ukraine)
- Psychische und physische Gewalt gegen Frauen
- Politischer Machtmissbrauch (unter anderem in Nordkorea)
sowie die sprachliche Thematisierung von Erkrankungen wie
- Krebserkrankung und Formen der Behandlung (kurze Erwähnung)
- Suchterkrankung (Schnüffelsucht)
Des Weiteren kommt es zur Darstellung von
- Gefangenschaft und Folter
- Blut und offenen Wunden
In der Inszenierung wird bewusst, vom Patriarchat bedingte, Sprache genutzt, die eine Vielzahl an Personengruppen diskriminiert.