Pascal Riedel / (c) Sandra Then
Schauspiel

Toxische Männer

Konstantin Küspert
PREMIERE
27. März 2026
URAUFFÜHRUNG | AUFTRAGSWERK

Aufführungsdauer
1 Stunde und 40 Minuten, keine Pause

Toxische Männer

Ur·aufführung am 27. März

 

Es ist das Jahr 2030

Auf der Erde gibt es Krieg.

Alle Menschen kämpfen gegen·einander.

Nur in der Volks·republik Korea gibt es Frieden.

Der Chef von der Volks·republik Korea ist Kim Jong-un.

Er hat vor 10 Jahren die Grenzen geschlossen.

Keiner kommt in sein Land.

Und keiner kommt hinaus.

Es gibt nichts Böses mehr in der Volks·republik Korea.

 

Kim Jong-un schaltet das Internet ab

Bis jetzt hat sich Kim Jong-un nicht um andere Länder gekümmert.

Aber die Kriege auf der Welt stören Kim Jong-un.

Er schaltet das Internet ab.

Die Kämpfe und Kriege sind vorbei.

Eine künstliche Intelligenz kümmert sich jetzt um die Menschen.

Die künstliche Intelligenz heißt KIM.

KIM merkt schnell:

            Männer sind gefährlich.

            Männer zerstören die Welt.

Und KIM merkt:

            Männer und Frauen passen nicht zusammen.

 

Die künstliche Intelligenz KIM teilt die Menschen auf

Ab sofort leben Männer in dem einen Land.

Und Frauen leben in einem anderen Land.

Es gibt auch kein Geld mehr.

Alle Menschen bekommen einen schönen Job.

Und alle Menschen sind gesund.

Den Menschen geht es gut.

Das geht ein paar Jahre so.

 

Aber dann mischen sich ein Mann und eine Frau ein

Eine Frau aus dem einen Land

und ein Mann aus einem anderen Land sprechen heimlich mit·einander.

Sie wollen die künstliche Intelligenz KIM ab·schalten.

Sie wollen:

            Frauen und Männer sollen wieder zusammen·leben.

 

Das Stück Toxische Männer ist von Konstantin Küspert

Toxisch bedeutet:

            Eine Person ist nicht gut zu anderen Personen.

            Die Person ist gefährlich für andere Personen.

Oft sind Männer toxisch.

Denn oft haben Männer mehr Macht als Frauen.

Und oft sind Männer stärker als Frauen.

 

In Toxische Männer geht es auch um eine künstliche Intelligenz.

Eine künstliche Intelligenz ist ein Computer.

Der Computer kann lernen.

Der Computer bekommt viele Informationen.

Die Informationen machen den Computer klug.

Der Computer hilft, Lösungen für Probleme zu finden.

 

Das Theater Münster zeigt Toxische Männer

zum aller·ersten Mal auf der ganzen Welt.

Die aller·erste Aufführung nennt man: eine Ur·aufführung.

Inszenierungsfotos

  • Raphael Rubino / (c) Sandra Then
  • Pascal Riedel, Raphael Rubino, Agnes Lampkin, Elzemarieke des Vos / (c) Sandra Then
  • Agnes Lampkin, Pascal Riedel, Alaaeldin Dyab / (c) Sandra Then
  • Elzemarieke de Vos / (c) Sandra Then
  • Raphael Rubino, Alaaeldin Dyab / (c) Sandra Then
  • Pascal Riedel, Alaaeldin Dyab, Agnes Lampkin / (c) Sandra Then
  • Elzemarieke de Vos, Pascal Riedel / (c) Sandra Then
  • Elzemarieke de Vos, Raphael Rubino / (c) Sandra Then
  • Pascal Riedel, Alaaeldin Dyab / (c) Sandra Then
  • Agnes Lampkin, Elzemarieke de Vos / (c) Sandra Then
  • Elzemarieke de Vos, Agnes Lampkin / (c) Sandra Then

Trailer

Pressezitate

  • Helmut Jasny - Die Utopie wird zur Dystopie, in: Westfälische Nachrichten (30.03.26)

    Mit „Toxische Männer“ bringt Konstantin Küspert eine Utopie auf die Bühne, die scheitert und sich am Ende in eine Dystopie verwandelt. Das ist eine bewährte Mechanik im Science-Fiction-Genre. Und dass es sich bei diesen Vorlagen bedient, gehört hier offensichtlich zum Konzept. Aber er macht es gut. Immer wieder meint man, etwas wiederzuerkennen, und doch fügt sich am Ende alles zu einer ganz eigenen Erzählung. Einer recht abenteuerlichen, zugegeben.

    Humor ist dabei das vorherrschende Element. Und auch hier wird fröhlich gewildert. Manchmal ist die Komik durchaus subtil, ein andermal eher handfest bis hin zu Kalauer und Klamauk. Und das gilt ebenso für die Inszenierung von Cilli Drexel.

    Ein 110-minütiger Ritt durch Scherz und Satire, aber insgesamt stimmig und sehr amüsant.

    Das fünfköpfige Ensemble deckt mehrere Rollen ab und absolviert diese Aufgabe mit Wandlungsfähigkeit und einer Freude am Spiel, die sich schnell auf das Publikum überträgt.

  • Andrea Kutzendörfer - Wenn die KI mit „toxischen Männern abrechnet“, in: Die Glocke (30.03.26)

    Richtig gut gelungen ist der Auftritt von Alaaeldin Dyab, wenn er die strukturelle Geschlechterdominanz umkehrt und davonberichtet, dass er nun endlich wählen dürfe und wie komisch sich das anfühle. Wenn er versucht, die weibliche Sprache abzuschaffen, und jammert, es brauche mehr „Kanzlerinnener“, stoßen wohl vor allem weiblichen Zuschauern die Ungerechtigkeiten so richtig übel auf.

  • Ben Baur - Harmlose Drastik, in: Die Deutsche Bühne (28.03.26)

    Konstantin Küspert und das Theater Münster beschreiben mit der Uraufführung unbestritten ein zentrales Thema der nicht neuen, aber immer dringlicher erscheinenden Debatte um Patriarchat und Gewalt.

  • Achim Lettmann - Cilli Drexel inszeniert „Toxische Männer“ als theatrale Bilderfolge, in: Westfälischer Anzeiger (30.03.26)

    Die neongrünen Uniformen von Nicole Zielke (Kostüme) sind ein greller Kommentar zur bösen Propagandashow des Diktators.

    Amüsant ist, wie Alaaeldin Dyab im goldigen Brokatrock um Gleichstellung für Männer wirbt („Wir sind Menschen“) und damit die Notlage wechselt. Er will „Königinnener“ und „Direktorinnener“, er gendert die weiblichen Begriffe, dass es pointiert und hilflos zugleich klingt.